Pflanze in der Hand - Umweltschutz
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Nachhaltigkeit ist ein kulturell geprägter Begriff, der aus verschiedenen Perspektiven verstanden werden kann. Allen Perspektiven ist gemein, dass Nachhaltigkeit im Wesentlichen aus drei Dimensionen besteht, die in irgendeiner Form zueinander im Verhältnis stehen.

Kurz gesagt bedeutet dies: Nachhaltigkeit definiert das Verhältnis zwischen Ökologie, Ökonomie und Soziales und möchte die Bedürfnisse verschiedener Menschengruppen und Generationen miteinander über einen möglichst langen Zeithorizont abwägen. Dieser Abwägungsprozess hat heute zur Folge, dass wir die Bedürfnisse zukünftiger Generationen ebenfalls berücksichtigen möchten und die Ressourcen und Kapazitäten der Erde nicht bis ins Letzte ausreizen möchten. Wir definieren zum Beispiel, dass Betriebe nicht einfach Abwässer unaufbereitet in Flüsse kippen können oder wir die Erderwärmung begrenzen möchten.

In letzter Konsequenz kann dies auf sämtliche auf der Erde verfügbaren Ressourcen angewendet werden.  Insofern ist der Klimaschutz ein Teilaspekt der globalen Nachhaltigkeit. So definiert zum Beispiel das Pariser Klimaschutzabkommen, dass die globale Erderwärmung auf 1,5 bis 2 Grad Celsius zu begrenzen ist, da andernfalls die Bedürfnisse zukünftiger Generationen nicht genügend berücksichtigt sind und ihre Lebensgrundlage zu stark im Verhältnis zu heute lebenden Generationen gefährdet wird. Man könnte hier auch von einem Generationenvertrag sprechen. Die heute lebenden Generationen verpflichten sich, ihren Wohlstand etwas einzuschränken, um zukünftigen Generationen ein lebenswertes Leben zu ermöglichen. Eine Einschränkung muss allerdings nicht zwangsläufig etwas Negatives sein. Nur durch Einschränkungen kann Innovation entstehen, da Einschränkungen immer auch Probleme hervorrufen, die gelöst werden müssen.

Verzicht kann ein Element von nachhaltigem Handeln sein, lösungsorientiertes Problembewusstsein ist ein anderes wesentliches Element von Nachhaltigkeit. Demnach ist der nachhaltig handelnde Mensch jemand, der dieses Spannungsverhältnis zwischen Ökologie, Ökonomie und Soziales rechtzeitig erkennt und das Problem definiert, um es im nächsten Schritt mit entschlossenem Handeln zu lösen. Genau hier liegt die Chance für die deutsche Wirtschaft, die sich in der Vergangenheit als Innovationsträger ausgezeichnet hat und weiß, wie man Probleme erkennt und löst.

Das richtige Verhältnis zwischen den drei genannten Dimensionen Ökologie, Ökonomie und Soziales hängt von kulturellen Faktoren und persönlichen Ansichten ab. Nachhaltiges Handeln liegt aber genau dort wo diese drei Dimensionen in einem relativen Gleichklang gebracht werden können. In diesem Zustand ist keine Dimension dominant oder bestimmend über die anderen beiden Dimensionen, sondern wägt sinnvoll und logisch ab.

Klimaschutz und Nachhaltigkeit ist eine globale Aufgabe, der sich jede Region mit gleicher Ernsthaftigkeit stellen muss. Die IHK Arnsberg unterstützt die Unternehmen der Region auf diesem Weg durch Vernetzung, Wissensvermittlung und Beratung.

Weiterführende Informationen zum Download

EU Green Deal

EU Green Deal Anhang


Serge Esterlein
M.Sc.
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Weiterführende Links

Was das Bundesumwelt-ministerium zum Thema Nachhaltigkeit schreibt, finden Sie hier.

Was das Umweltministerium des Landes NRW zum Thema Nachhaltigkeit schreibt, finden Sie hier.

Weiterführende Informationen zu den Sustainable Development Goals (SDGs) von den Vereinten Nationen finden Sie hier.

Die Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung finden Sie hier.

Sie möchten Nachhaltigkeit zum Beruf machen? Weitere Informationen zum IHK-Zertifikatslehrgang  "CSR-Manager (IHK)" finden Sie hier.