Foto: Frieslandcampina Kievit GmbH

Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz Hand in Hand

Die Frieslandcampina Kievit GmbH ist einer der größten Hersteller von pulverförmigen Lebensmittelzutaten in Deutschland. Dabei produzieren die rund 250 Mitarbeiter am Standort in Lippstadt etwa 45.000 t Milchpulver pro Jahr und das rund um die Uhr. Geschäftsführer Daniel Grundke kann auf zahlreiche wirksame Maßnahmen zur Reduktion des Energie- und Ressourcenverbrauchs zurückblicken und sieht in der Zukunft noch weiteres Optimierungspotenzial für die kommenden Jahre.

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Als Teilnehmer des Ökoprofit-Projekts in Soest setzt sich Daniel Grundke für nachhaltige Investitionen ein, die sowohl den hohen Zielen von FrieslandCampina zum Klimaschutz als auch den ökonomischen Ansprüchen und dem hohen Wettbewerbsdruck in der Milchindustrie genügen. „Die Wirtschaftlichkeit von Energieeinsparungsmaßnahmen ist in der Regel nicht von der Produktion einzelner Produkte abhängig, sondern durch die installierten Prozesse gegeben. Unter Berücksichtigung der absehbar steigenden Belastungen durch erhöhte Energiebezugskosten und CO2-Emissions-Besteuerung, machen sich Investitionen in den Klimaschutz und Nachhaltigkeit auch bei Änderungen im Produktportfolio langfristig bezahlt und muss mit anderen Amortisationszeiträumen berücksichtigt werden – abgesehen davon, dass dies bei vielen Kunden heute eine zwingende

Voraussetzung für eine langfristige Geschäftsbeziehung ist.“ So plant der Betrieb den Einbau einer Wärmerückgewinnungsanlage im Sprühtrocknungsbereich, die jährlich etwa 2 Millionen kWh Erdgas und 40 tausend Euro einspart. Eine Investition, die sich in etwa 4 Jahren amortisieren wird. Durch die Verteuerung der Energiekosten gewinne die Wärmerückgewinnung für viele industrielle Betriebe an Bedeutung. Zusätzlich prüft das Lippstädter Unternehmen regelmäßig sein Druckluft-Netz auf Leckagen. Grundke: „Das ist ein oft vernachlässigter wie unterschätzter Faktor bei der Energieeffizienz“. Bei ihren Verpackungseinheiten untersucht das Unternehmen den Einsatz alternativer Verpackungsmaterialien, um beispielsweise den Einsatz von Aluminium zu vermeiden.

Manchmal sind es auch die einfachen Dinge, die zu einer großen Einsparung an klimarelevanten Ressourcen führen. Beispielhaft seien hier die Einführung von Hygienefußmatten, die mit einer speziellen antibakteriellen Beschichtung für eine effiziente Reinigung der Arbeitsschuhe der Belegschaft sorgen und somit den Einsatz von Schuh-Plastiküberziehern vollständig eliminieren. Oder der „klassische“ Austausch von kunststoffbeschichteten Einmal-Bechern durch wiederverwendbares Geschirr im Kasino.    

Zusätzlich hat sich das Unternehmen für eine Dach-Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 30.000 kWh entschieden, die sich in etwa 7 Jahren amortisiert haben wird, weil der selbsterzeugte Strom vollständig für den Eigenbedarf eingesetzt wird. Diese Anlage soll in den Folge-Jahren um weitere Einheiten der gleichen Größenordnung konsequent ergänzt werden.  Folgerichtig wurden auf dem Werksparkplatz E-Ladesäulen für Elektrofahrzeuge errichtet.

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Neben Maßnahmen der Energieeffizienzoptimierung hat das Unternehmen auch Anlagen der direkten Produktion optimiert. So wird beispielsweise das Sperrwasser an den Vakuum-Pumpen wiederverwendet, wodurch etwa 4 Millionen Liter Frischwasser jährlich eingespart werden konnten. Eine Investition, die sich bereits nach wenigen Monaten amortisiert hatte.

Die Frieslandcampina Kievit GmbH hat gezeigt, dass sich Investitionen in die Energie- und Ressourceneffizienz bereits in sehr kurzer Zeit lohnen und damit sowohl die Wirtschaftlichkeit verbessern als auch die Umwelt schonen können.