Würfel Prima Klima
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Der Klimaschutz umfasst alle Begriffe und Aktivitäten, welche sich mit der menschengemachten Erderwärmung befassen. Doch was ist die menschengemachte Erderwärmung genau und wie kann man diese begrenzen oder womöglich umkehren?

Wetter ist nicht gleich Klima lautet zwar eine Binsenweisheit, doch was heißt das genau? Damit man von Klima sprechen kann, müssen Zeitreihenanalysen von mindestens 30 Jahren vorliegen. In Deutschland werden allgemeine Wetterdaten wie Temperatur und Windgeschwindigkeit seit 1881 ermittelt und mit Hilfe von statistischen Methoden ausgewertet. Anhand dieser Analyse lässt sich exakt erkennen, dass das Klima und damit die Durchschnittstemperatur heute im statistisch geglätteten Mittelwert um 1,1 Grad Celsius im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter in Deutschland wärmer geworden ist. Diese Entwicklung lässt sich nicht leugnen oder wegdiskutieren und ist real.

Kontinuierlich steigende Temperaturen können wiederum zu Folgeereignissen führen. Das Abschmelzen des Permafrostbodens beispielsweise kann durch kleine Temperaturänderungen hervorgerufen werden. Das dadurch freiwerdende Treibhausgas Methan sorgt für einen weiteren Anstieg in der globalen Temperatur. Solche Entwicklungen sind nur unter großen Unsicherheiten vorherzubestimmen und könnten durch die aktuelle Erderwärmung zu ähnlichen Folgeereignissen führen, die unumkehrbar sind. Man spricht in diesem Zusammenhang von Kipp-Punkten.

Wie können wir uns sicher sein, dass die aktuell emittierten Treibhausgase Auslöser für die aktuelle Erwärmung sind? Zunächst mal sind die chemischen Eigenschaften von Treibhausgasen exakt erforscht. Das Treibhausgas Kohlenstoffdioxid (CO2) ist zu etwa 0,041 % Bestandteil unserer aktuellen Atmosphäre und sorgt dafür, dass Sonnenstrahlung relativ unbeschadet auf den Erdboden treffen kann und so die Bodentemperatur erhöhen kann, wobei die zurückgestrahlten Infrarotstrahlen die in der Atmosphäre enthaltenen CO2-Moleküle in Schwingung versetzen und so die Temperatur der Atmosphäre erhöhen. Im Übrigen betrug die CO2-Konzentration Mitte des 20. Jahrhunderts lediglich 0,028 %. Durch chemische Analysen lässt sich zeigen, dass die erhöhte CO2-Konzentration auf das Verbrennen von fossilen Energieträgern wie Erdgas oder Öl zurückzuführen ist. Dadurch ist klar, dass Treibhausgase tatsächlich für einen Temperaturanstieg auf der Erde sorgen. Im Übrigen wäre es ohne die wesentlichen Treibhausgase CO2, Methan (CH4), Lachgas (N2O), Fluorkohlenwasserstoffe, Schwefelhexafluoride (SF6) und Stickstofftrifluoride (NF3) auf der Erde erheblich kühler, sodass das gesamte Wasser auf der Erdoberfläche gefroren wäre.

Die Folgen des massiven Anstiegs der CO2-Konzentration sind nicht vorhersehbar. Klar ist jedoch, dass extreme Wetterereignisse wie Dürren, Starkregen und Stürme und eine erhöhte Temperatur zu erwarten sind. Unklar ist ebenfalls was passiert, wenn der Permafrostboden in Sibirien auftaut und welche Effekte die Änderung der Wassertemperatur in den Ozeanen auf das am Meeresboden gelagerte Methaneis hat. Man könnte sagen, dass die Menschheit gerade ein äußerst riskantes Experiment auf dem Planeten Erde mit ungewissem Ausgang durch das Verbrennen von großen Mengen an fossilen Treibstoffen durchführt.

In Zukunft möchten wir das Emittieren von Treibhausgasen durch neue Energieträger und Industrieprozesse unterbinden und eine klimaneutrale Wirtschaft aufbauen. Mit dieser Änderung sind viele Chancen für den Wohlstand Europas in der Zukunft verbunden. Angefangen von neuen Arbeitsplätzen und Perspektiven für Europa über neue nachhaltige Produkte bis hinzu einer gesteigerten Lebensqualität und einem höheren Wohlstand.

Weiterführende Informationen zum Download

DIHK Stellungnahme zum Green Deal der Europäischen Kommision


Serge Esterlein
M.Sc.
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Weiterführende Links

Was das Bundesumwelt-ministerium zum Thema Klimaschutz schreibt, finden Sie hier.

Was das Umweltministerium des Landes NRW zum Thema Klimaschutz schreibt, finden Sie hier.

Weiterführende Informationen zum Klmaschutz finden Sie ebenfalls auf der Seite des Weltklimarats (IPCC) hier.

Die Position und Aktivitäten der Bundesregierung zum Thema Kimaschutz finden Sie hier.

Die Klimapolitik der Europäischen Kommission finden Sie hier.

Den Bericht "Net Zero by 2050" von der Internationalen Energieagentur finden Sie hier.

Interessante Informationen zum Thema "Carbon-Capture" finden sie hier.