Der regionale Ausbildungsmarkt (im Wandel)

Die Arbeitswelt hat sich in den letzten Jahren stark verändert und wird sich ständig weiterentwickeln. Technische Neuheiten oder wirtschaftliche Veränderungen beeinflussen die Nachfrage nach bestimmten Berufen. Deshalb werden viele bestehende Ausbildungsberufe modernisiert und angepasst. Jugendliche, die sich für eine duale Berufsausbildung interessieren, müssen sich heute auf einem entwickelnden Markt orientieren und bewähren. Vergleichbares gilt für die Betriebe, die für ihre Ausbildungsplätze interessierte Bewerber/-innen suchen.

Der Ausbildungsmarkt entscheidet, wie gut es gelingt, jungen Menschen Lebensperspektiven zu eröffnen und Betriebe mit dem erforderlichen Fachkräftenachwuchs zu versorgen. Das Interesse der Studienberechtigten an einer dualen Berufsausbildung ist in den letzten Jahren stetig gestiegen. Inzwischen verfügen mehr Ausbildungsanfänger/-innen über eine Studienberechtigung als über einen Hauptschulabschluss. Ebenfalls nahm die Zahl der Ausbildungsplätze, die Betriebe, Praxen und Verwaltungen nicht besetzen können, im Zeitverlauf zu. Damit haben sich in nur wenigen Jahren die bildungspolitischen Herausforderungen gravierend verändert: Dominierten Ende des letzten Jahrzehnts noch die Stichworte Ausbildungsplatzmangel, fehlende Ausbildungsreife und Einmündung in den Übergangsbereich sind es heute die Themen Auszubildendenmangel, Passungsprobleme und Berufsorientierung.