Die Bausteine einer erfolgreichen Bewerbung

Bewerbungstipps gibt es viele. Googlen Sie nach Bewerbungen und Sie finden viele, teils unterschiedliche Angaben. Dieses verunsichert viele und von daher ergibt sich in der Praxis immer wieder die Frage nach der Erstellung von Bewerbungsunterlagen. Daher geben wir Ihnen hier jeweils 3 praxisnahe Tipps pro Bewerbungsbaustein, die aus unserer Sicht generell wichtig sind. Darüber hinaus stehen Ihnen unsere Broschüren und natürlich auch die Berater und Beraterinnen gerne zur Verfügung.

„Man hat nie eine zweite Chance, um einen ersten Eindruck zu hinterlassen“: Dieses Motto gilt auch für das Erstellen von Bewerbungsunterlagen, mit denen man bei Unternehmen eine erste „Visitenkarte“ von sich abgibt. Gerade wenn vorab kein persönlicher Kontakt bestand, behalten Bewerbungsunterlagen nach wie vor eine hohe Relevanz.

Das Anschreiben

Ein Anschreiben hat einen großen Einfluss auf den Erfolg einer Bewerbung. Wichtig ist in erster Linie dabei, dass das Anschreiben den Personalchef neugierig macht und  zum Lesen der weiteren Unterlagen anregt.

Jedes Anschreiben muss individuell auf die zu bewerbende Stelle / auf den Ausbildungsbetrieb angefertigt werden.

Die Sätze sollten kurz gehalten werden und sprachlich authentisch zum Bewerber/Bewerberin passen. Eine sprachliche gekonnte Satzstellung mit verschachtelten Nebensätzen ist für eine Bewerbung im Metallbereich oder in vielen anderen Berufsfeldern vollkommen irrelevant. Authenthisch wirkt.

Je mehr konkrete Beispiele man für Stärken oder Erfahrungen benennen kann und sämtliche Erfahrungen durch Praktika, Ferienjobs usw. einfach beschreibt, um so größer ist die Glaubwürdigkeit und Beurteilbarkeit der Passung zur Stelle durch den Entscheider.

Der Lebenslauf

Detailliertere und schnell erfassbare Informationen zu einer Person liefert erst der Lebenslauf. Er dient den Ausbildungsbetrieben auch dazu, die Fähigkeiten des Bewerbers besser einzuschätzen.

Ein Lebenslauf sollte tabellarisch aufgebaut sein und auf einen ersten Blick einen übersichtlichen Überblick ermöglichen und (im Ausbildungsbereich) auf einer Seite dargestellt sein.

Sollte der angestrebte Beruf zu einem Beruf der Eltern annäherend passen, so unbedingt dieses unter persönliche Angaben mit nennen. Hier geht man davon aus, dass natürlich viel mehr Informationen zu dem Beruf & Berufsfeld vorliegen. 

Ehrenamtliche und freiwillige soziale Tätigkeiten sowie Hobbys & Interessen gehören unbedingt in den Lebenslauf. Zum einen sieht er daran, ob man bereit ist Verantwortung zu übernehmen und zum anderen erfährt er mehr über den Menschen, der sich bei seinem Unternehmen bewirbt.

Das Bewerbungsfoto

Auch wenn schon längst nicht mehr vorgeschrieben: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte: Mit einem guten Bewerbungsfoto können schon vor dem Bewerbungsgespräch Pluspunkte gesammelt werden.

Das Bewerbungsfoto wird in den meisten Fällen in der oberen rechten Ecke des Lebenslaufes platziert.

Bitte nur professionelle Fotos verwenden. Es sollte ein Halbportrait sein und der Hintergrund des Bildes ruhig und neutral wirken. Auch die Kleidung sollte passend zum Berufsziel gewählt werden. D.h. ein Hemd im kaufmännischen Bereich ist sinnvoll.

Das A&O: Bitte recht freundlich und lächeln. Es geht natürlich um Sympathie.

Print, E-Mail oder Online?

War es früheren Zeiten Gang und Gäbe seine Bewerbungsunterlagen per Post zu einem Unternehmen zu schicken oder gar seine Bewerbungsunterlagen persönlich im Betrieb abzugeben, so gibt es heute sehr häufig die Möglichkeit einer Online-Bewerbung per Webformular oder Bewerbung per E-Mail. Diese Verfahren sind nicht nur für einen Personalchef praktisch, sondern auch für einen Bewerber kostengünstig. Er spart sich zum Beispiel das Geld für Bewerbungsmappen oder auch das Porto bei der Post.

Man sollte genau darauf achten, welchen Bewerbungsweg der Ausbildungsbetrieb wünscht bzw. vorgibt. Für alle Verfahren gilt: Sorgfältiges, sauberes und individuelles Erstellen der Bewerbungstexte und der gesamten Bewerbungsmappe.

Bewerbung per E-Mail:
Eines der komfortabelsten und angenehmsten Verfahren um seine Bewerbungsunterlagen zu verschicken, ist die Bewerbung per E-Mail. Hier werden das Anschreiben, der Lebenslauf sowie die eingescannten Zeugnisse zu einer PDF-Datei zusammengefasst und dann elektronisch verschickt. Außerdem ist bei Bewerbungen per E-Mail zu beachten: Die Dateien sollten eine eindeutige Bezeichnung haben (z.B. Bewerbung Max Mustermann.pdf).  Darüber hinaus sollte die Datei nicht größer als 4 oder 5 MB groß sein, da es sonst Schwierigkeiten beim Verschicken geben könnte. Was nicht als Text in die E-Mail gehört ist das Anschreiben. Es gehört als eigene Seite in das PDF-Dokument! Beim Verschicken der E-Mail sollte darauf geachtet werden, dass eine seriöse E-Mail-Adresse benutzt wird.

Online-Bewerbung per Webformular:
Einige Unternehmen bieten auf ihrer Internetseite ein sogenanntes Bewerbungsformular. In diesem Formular tragen die interessierten Jugendlichen ihre persönlichen Daten ein. Zudem besteht die Möglichkeit seine Bewerbungsunterlagen (Lebenslauf, Zeugnisse etc.) hochzuladen. Ein großer Nachteil an diesem Verfahren ist allerdings, dass es keine Individualität gibt. Um sich von der Bewerber-Konkurrenz abzuheben, sollte man unbedingt in dem vorhandenen Freitextfeld seine Stärken zum Ausdruck bringen.

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IHK Arnsberg, Hellweg-Sauerland